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Paris Giachoustidis

pencil drawing, 2019, Berlin

– english text below –

Artist –  Paris Giachoustidis (https://www.parisgiachoustidis.com/)
(*born November 15.11.1990, in Serres/Greece)

series: „drawings“

object: Hahnemühle Papier, Pencil and acrylic on paper

title – „We found a red planet, in a black hole! “

size: 91,5 cm x 92,5 cm

signed, dated 2018

find available work here – https://www.artsy.net/artist/paris-giachoustidis

Es ist nicht leicht, einen Schlüssel in den Arbeiten von Paris Giachoustidis zu finden. Es herrscht ein Neben­ oder Übereinander von technisch brillanten Schichten, Motiven oder Aspekten. Figurative und abstrakte Elemente stehen neben­ oder übereinander, Tiefe und Fläche stehen ebenso im vermeintlichen Widerspruch wie klassische Malerei und naive Kunst. Ziel ist es nicht Motive Fotorealistisch darzustellen, sondern sich mit Hilfe der eigenen Perspektive, die im Internet oder im Alltag gefundene Fotografien, künstlerisch anzueignen. Die Motive werden stets in einer anderen Technik „gestört“, könnte man meinen. Ein Risiko des Scheiterns – also einer Vernichtung mühevoller Vorarbeiten ist immer gegeben. Es geht es ihm darum, eine eigene Ästhetik zu entwickeln, was dazu führt das wir unsere Sehgewohnheiten hinterfragen und über Malerei und Zeichnung an sich nachzudenken.

Typisch für die Arbeiten des Künstlers ist allerdings, dass er viele Bezugspunkte ebenso wie thematische Vorlagen aus technologiebasierter Interaktion, Bildern und (Kurz­)texten aus dem Internet herleitet und eben nicht schwerpunktmäßig aus der persönlichen Interaktion oder Erlebnissen. Diese Distanz des Künstlers zu den Inhalten seiner Arbeit ermöglicht andererseits genau dieses Neben­ einander von Realistischem und Idealistischen, und zwar sowohl im technischen als auch im thematischen Sinn. Und dadurch wird auch erst das spielerische Element, das charakteristisch für seine Arbeiten ist, ermöglicht. Er hält uns einen Zerrspiegel vor und serviert uns in spielerischer Form Paradoxien und Antagonismen. Die großen Themen behandelt er nicht als philosophischen Weltentwurf, sondern als kommentierte Splitter unserer digitalen Realität.

excerpts – original Text Peter Ungeheuer

 

It is not easy to find a key in the works of Paris Giachoustidis (https://www.instagram.com/paris_giachoustidis/?hl=de). There is a juxtaposition a mix of one above the other of technically brilliant layers, motifs or aspects. Figurative and abstract elements stand „next to“ or „on top“ of each other, depth and surface are in contradiction as well as classical painting and naive technic. The aim is not to depict motifs in a photo-realistic way, but to artistically acquire them with the help of one’s own perspective, with most photographs found on the Internet or in everyday life. One might think that the motifs are always “disturbed” in another technique. There is always a risk of failure – i.e. the annihilation of laborious preparatory work. He is interested in developing his own aesthetics, which leads us to question our viewing habits and to think about painting and drawing as such.

 

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